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Fabelwesen, Tiere

Texte über das Eindringen in das „Uterus“ der Großen Mutter                            

 

Es ist der Traum des Helden, in die „Anderswelt“ einzudringen und von dort wieder zurückzukehren. Das Geheimnis des Zugangs kann nur von einer Frau, einer Göttin, vermittelt werden, denn nur sie ist im Besitz dieses Geheimnisses. Die Reise ist gleichweise eine Einsicht in die Zukunft. Odysseus, Äneas, Saul, Henoch und auch Dante haben diese Reise angetreten. 
Odysseus erfuhr das Geheimnis von der Zauberin-Göttin Kirke, die Männer in Schweine verwandelte. Äneas erfährt es von der Königin Dido, Saul von die Hexe von Endor. (Endora, die Mutterhexe aus der Hollywoodserie „Verliebt in eine Hexe“ hat ihren Namen von hier) Die erste Reise in die Anderswelt kommt bereits im Gilgamesh vor. Hier ein Ausschnitt aus der Odyssee:

 

„Schnell aus dem Raum; dann gingen wir längs des Ozeans Ufer,
Bis wir den Ort erreichten, wovon uns Kirke gesaget.
Allda hielten die Opfer Eurylochos und Perimedes. [gestorbene Gefährten]
Aber nun eilt ich und zog das geschliffene Schwert von der Hüfte,
Eine Grube zu graben von einer Elle ins Gevierte.
Hierum gossen wir rings Sühnopfer für alle Toten:
Erst von Honig und Milch, von süßem Weine das zweite
Und das dritte von Wasser, mit weißem Mehle bestreuet.
Dann gelobt’ ich flehend den Luftgebilden der Toten,
Wann ich gen Ithaka käm’ eine Kuh, unfruchtbar und fehllos,
In dem Palaste zu opfern und köstliches Gut zu verbrennen,
Und für Teiresias [der blinde Hellseher] noch besonders den stattlichsten Widder
Unserer ganzen Herde, von schwarzer Farbe, zu schlachten.
Und nachdem ich flehend die Schar der Toten gesühnet,
Nahm ich die Schaf’ und zerschnitt die Gurgeln über der Grube:
Schwarz entströmte das Blut, und aus dem Erebos kamen
Viele Seelen herauf der abgeschiedenen Toten.
Nun befahl ich und trieb aufs Äußerste meine Gefährten,
Beide liegende Schafe, vom grausamen Erze getötet,
Abzuziehn und ins Feuer zu werfen und anzubeten
Hades’ schreckliche Macht und die strenge Persephoneia.
Aber ich eilt’ und zog das geschliffene Schwert von der Hüfte“ – (Das hätte er nicht machen sollen. Im Gotteshaus käme kein Mann auf den Gedanken, das Schwert zu ziehen!)

 

Odyssee – 11. Gesang, 20-48

 

 

Da befragte Saul den Herrn; doch der Herr antwortete nicht, weder durch Träume, noch durch die heiligen Lose, noch durch Propheten. Daher befahl Saul seinen Knechten: „Sucht mir eine Frau, eine Totenbeschwörerin! Zu ihr will ich gehen und sie befragen.“ Seine Knechte sagten ihm: „In Endor wohnt eine Frau, die Tote beschwören kann.“ Saul machte sich unkenntlich, verkleidete sich und ging mit zwei Begleitern hin [zu dritt!] Sie kamen nachts zu der Frau, und er sprach: „Wahrsage mir doch durch einen Totengeist, und führe mir den herauf, den ich dir bezeichnen werde!“ Doch die Frau antwortete ihm: „Du weißt es ja, was Saul getan hat: dass er die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande verbannt hat. Warum stellst du mir eine Falle, um mich zu töten?“ Da leistete ihr Saul beim Herrn einen Eid: „So wahr der Herr lebt, es soll dich in dieser Angelegenheit keine Schuld treffen!“ Da sprach die Frau: „Wen soll ich dir heraufrufen?“ Er antwortete: „Hole mir Samuel herauf!“ Als die Frau den Samuel erblickte schrie sie laut auf und sprach zu Saul: „Warum hast du mich betrogen? Du selbst bist Saul!“ Der König entgegnete ihr: „Fürchte dich nicht, was siehst du denn?“ Die Frau sprach zu Saul: „Ein gottähnliches Wesen sehe ich aus der Erde aufsteigen.“ Er fragte sie: „Wie schaut es aus?“ Sie sagte: „Ein alter Mann steigt empor, der in einen Mantel gehüllt ist.“ Nun erkannte Saul, dass es Samuel war. Er war sich mit dem Antlitz zur Erde und huldigte.
Samuel sprach zu Saul: „Warum hast du mich aus meiner Ruhe gestört und mich heraufkommen lasssen?“ Saul antwortete: „In großer Not bin ich“ (&hellip
Sogleich stürtzte Saul seiner ganzen Länge nach zu Boden und geriet in große Angst wegen der Worte Samuels. Es war auch keine Kraft mehr in ihm; denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht keine Nahrung zu sich genommen. (Vers 21 hier)Als die Frau zu Saul kam und bemerkte, dass er ganz gebrochen war, sprach sie zu ihm: „Schau, deine Magd hat auf dich gehört. Ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deine Anordnung befolgt, die du mir gabst. Jetzt höre auch du auf deine Magd! Ich setze dir ein wenig Brot vor; nimm es zu dir, dann kommst du wieder zu Kräften und kannst deines Weges weitergehen!“ Er aber weigerte sich und erklärte, er wolle nicht essen. Seine Knechte aber und die Frau nötigten ihn, so dass er ihnen nachgab. Er stand vom Boden auf und setzte sich auf das Ruhelager. Die Frau hatte ein Mastkalb im Hause. Sie schlachtete es in aller Eile, nahm Mehl, knetete es und buk daraus ungesäuerte Kuchen. Das setzte sie Saul und seinen Knechten vor. Diese aßen, standen dann auf und zogen noch in jener Nacht weiter. (Samuel 28)

 

Die Geschichte wird im typischen Bibelstil erzählt, mit Untertreibungen und Verfälschungen, da es sich um ein Vorkommnis handelt, die der jüdischen Praktiken zuwider ist. Tatsächlich ist der einzige biblische Bericht einer Geisterbeschwörung. Die Bestandteile der Geschichte werden nur nebenbei erwähnt: Saul ging nur rein zufällig zu dritt zu der Frau. Und die Frau schlachtete das Mastkalb (bei Odysseus war es eine „unfruchtbare“ Kuh) nur, weil Samuel einen Schwächeanfall hatte. Klar, er hatte einen ganzen Tag und eine ganze Nacht davor seinen Schönheitsdiät gehalten. Der Kuchen fiel auch nur zufällig ungesäuert aus, da die Frau gerade keinen gesäuerten Teigrest für einen Sauerteig hatte.
Hier noch mal der Kommentar aus meiner Bibel (Prof. Dr. Vinzenz Hamp und Prof. Dr. Meinrad Stenzel):
„Das, was Saul wollte, war verboten. Er hatte also ein schlechtes Gewissen. Die Begebenheit mit der Hexe von Endor kann man nicht für die Erlaubtheit des modernen Spiritismus auswerten; denn die Medien sind entweder Betrüger oder Personen, die zu Bewusstseinsspaltungen neigen. Von der Samuelserscheinung sieht Saul nichts. Wir erfahren auch nicht, welche Mittel die Frau anwandte, um Samuel herbeizuholen; er ist plötzlich da. In außergewöhnlichen Fällen kann Gott Außergewöhnliches zulassen. Aus Vers 21 geht hervor, dass die Sibylle während der Erscheinung nicht neben Saul war.“
Und damit  sind wir schon wieder bei der Sibylle/Königin von Saba/Sabinerin/Ceridwen & Co.
6.4.07 13:21


Bilqis, die Königin von Saba



Bilqis in Besuch bei Suleyman (Suleyman ist natürlich niemand anders als König Salomon)

Aufschrift vom Tempel der Königin aus Marib

Der Schrift ist Himyaritisch, 4. Jh. AD - zwei Jahrhunderte Später zerstörte der Islam die weiblichen Göttinnenkulte auf dem arabischen Halbinsel. Das Judaismus hat bereits lange davor aus der Königin in seiner Mythologie eine dämonische Figur gemacht. Der Islam hat sie seinerseits zu einer frommen Moslemfrau umgestaltet, die nur noch unterwürfig an Suleymans Seite ihre Existenzberechtigung hat. Ganz ausmerzen konnte man sie nicht, denn ihr Kult war in der Region um Saba sehr stark verwurzelt.

Säulen vom Tempel der Königin von Saba

Eine christliche Darstellung der Königin von Saba (im Dom zu Padeborn)

Gina Lolobrigida als die Königin von Saba (mit Yul Brynner)

1Und als adie Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie mit einem sehr großen Gefolge nach Jerusalem, mit Kamelen, die viel Spezerei und Gold trugen und Edelsteine, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen. Und als sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte. 2Und der König gab ihr Antwort auf alles, was sie fragte, und es war Salomo nichts verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können. 3Und als die Königin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, 4die Speisen für seinen Tisch, die Rangordnung seiner Großen, das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider, seine Mundschenken mit ihren Kleidern und seine Brandopfer, die er im Hause des HERRN darbrachte, da geriet sie vor Staunen außer sich 5und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe. 6Ich aber wollte es nicht glauben, bis ich gekommen bin und es mit meinen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte von deiner großen Weisheit hat man mir gesagt. Du bist größer, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe. 7Glücklich sind deine Männer und glücklich diese deine Großen, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören. 8Der HERR, dein Gott, sei gelobt, der dich liebhat, bdaß er dich auf seinen Thron gesetzt hat zum König des HERRN, deines Gottes. Weil dein Gott Israel liebhat, auf daß er es ewiglich bestehen lasse, darum hat er dich über sie zum König gesetzt, daß du Recht und Gerechtigkeit übest. 9Und sie gab dem König hundertzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es gab keine Spezerei wie diese, die die Königin von Saba dem König Salomo gab.


10Die Leute Hirams und die Leute Salomos, die Gold aus Ofir einführten, brachten auch Sandelholz und Edelsteine. 11Und Salomo ließ aus dem Sandelholz Treppen im Hause des HERRN und im Hause des Königs machen und Harfen und Zithern für die Sänger. Solches Holz hatte man früher im Lande Juda nie gesehen. 12Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat, mehr als die Gastgeschenke, die sie dem König gebracht hatte. Und sie wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.

2. Chroniken 9.1

 

 

28.2.07 08:15


Wider, Gazelle, Ziegenbock, Teufel...



 

Widderdarstellung auf einem Wassertrog aus Alabaster, ca. 5000 Jahre alt, Uruk

Vase mit Gazellen, Sumer frühdynastische Periode (ca. 2800 v. Chr.) Die Gazellen deuten auf einen Mondkult hin. Gazellen und Steinböcke galten auch als heilige Tiere des Mondkultes im Umfeld der Königin von Saba.

 

 

Kopf einer Steinbockfigur, Bronze, Gold; aus dem Nildelta, ca. 1300 v.

Chr.

 

 

Das ist auch nicht der Teufel. Es ist nur ein fröhlicher Ziegenbock mit einem Skorpionmenschen. Das Bild des Ziegenbocks mit Getränk nimmt die späteren griechischen Dionysosfeste vorweg. Sumerische Darstellung, ca. 4000 Jahre alt.

Widder aus Ur; 3. Jahrtausend v. Chr. Eine wunderschöne, sehr anspruchsvolle Goldschmiedearbeit. Die besondere Bedeutung des Widders zeigt sich auch im Zodiak. Das Sternbild des Widders steht für die Frühlingssonnenwende. Der Tierkreis, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung in der sumerischen Astronomie.

Standarte mit Steinbockköpfen aus dem Heiligtum von En Gedi. En bedeutet Quelle, Wasser und Gedi bedeutet Steinbock. En Gedi ist also die Stätte der Steinbocksquellen am Toten Meer, in der Nähe von Jerusalem. Hier war ein altes kanaanitisches Heiligtum lange vor den Juden des Alten Testaments, hier lag auch die Stadt der Tamar, der Palmengöttin. Tamar, die einstige Palmengöttin, überall verehrt als Göttin der Dattelpalme, des Granatapfelbaumes oder des Feigenbaumes erscheint in der Bibel nur noch als eine Witwe, die mit Juda schläft. (Gerda Weiler). Siehe Tamars Geschichte im Textteil. (Wird erst später eingefügt; ungeduldige können in der Bibel nachschlagen)

Die Versuchung Christi, aus dem Spiegel des menschlichen Heils, Flandern, 15. Jh. Beachtenswert sind die Hängebrüste des Teufels. In dieser Zeit wusste jeder, dass das Weib der Ursprung allen Übels ist. Die Frau war für einen jeden guten Christ die Versuchung, der Teufel. Ebenfalls interessant sind die Füße des Teufels: Von der sumerischen Terrakotta-Lilithu bis zu der Ulmer Darstellung der Königin von Saba als die dreizehnte Sybille oder die Reine Pedaque von Chartres ist der so genannte Druidenfuß zu finden.

Die Versuchung Christi in der Wüste, aus „Das Leben Christi“, 15. Jh. Hier hat der Teufel gedrehte Gazellenhörner und Klumpfuss. In der rechten Hand stützt er einen Lindwurm.

Isis und Osiris – Der Gott hat Widderhörner! Wie die anderen Göttinnen, hat auch Isis macht über Leben und Tod. Ihr Bruder-Geliebter Osiris wurde von seinem Bruder Seth zerstückelt und über dem ganzen Land verteilt. Isis setzte die Leichenteile zusammen und bekam vom Osiris einen Sohn, das Horuskind. In einer anderen Variante setzte sich auf dem Penis des toten Gottes und schwängerte sich. Der Isiskult breitete sich aus Ägypten in das gesamte Römische Reich aus.

Aphrodite mit Pan, dem ziegenbockfüßigen Hirtengott, und mit dem Cupido-Kind.

25.11.06 00:00





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